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WIZO war eine zumeist politisch linksgerichtete, teilweise anarchistische, atheistische und generell gesellschaftskritische Punkrockband aus Sindelfingen.

Die Einstellung der Band zu derzeitigen gesellschaftlichen Problemen ist recht klar durch dieses Zitat von Axel Kurth ersichtlich: „Wir haben nichts gegen Filesharing im Internet. Wir lachen über Metallica und die anderen Pisser. Wenn Sachen von uns beispielsweise im Netz getauscht oder zum freien Download angeboten werden, akzeptieren wir das.“

Die Punkrock-Band WIZO gründete sich im Jahre 1985 und seitdem machen die drei Bandmitglieder, wie sie selber sagen, was sie wollen. „Alles machen worauf wir Bock haben, ohne Regeln und ohne Grenzen“. Der Punk-Rock war für sie eine Lebenseinstellung: Sie sind „links, gegen Nazis, Rassisten, Sexisten und andere Arschlöcher.“

WIZO wurde gegründet, nachdem sich Bassist Jörn Genserowski und Gitarrist Axel Kurth dem Sänger Jochen Bix anschlossen. Die Schlagzeuggeräusche wurden von einem Drumcomputer eingespielt, bis später Schlagzeuger Ratz (eigentl. Ralf Plapp) einstieg. Noch im gleichen Jahr änderten sie ihren bisherigen Namen von „Wieso“ („Wieso“ wurde schon 1982 am Pfarrwiesengymnasium gegründet – einziges Gründungsmitglied, welches später bei „WIZO“ noch dabei war, war Axel Kurth – einziges Lied, welches von damals übernommen wurde, war das berühmte Dschungellied) zu „WIZO“ und traten 1987 zum ersten Mal öffentlich auf. Es folgten viele weitere Auftritte in Sindelfingen und Umgebung, sowie etliche Demotapes.

Da WIZO sich nicht von einer Plattenfirma abhängig machen wollten, gründeten sie ein eigenes Label namens „Hulk Räckorz“. Ihre erste EP spielten sie 1989 in einem Stuttgarter Kellerstudio ein.

Drummer Ratz wurde später durch Charly ersetzt. Jochen, dessen Mikrofon von Axel übernommen wurde, stieg aus und die erste Platte „Für'n Arsch“ wurde 1991 aufgenommen.

Chartplatzierungen

Alben

Herrénhandtasche
DE:76– 1995 – 6 Wo. [Bearbeiten]
Skandale
Nachdem WIZO bereits in den Anfangstagen durch eine „Schulhoftournee“ in Tageszeitungen auf sich aufmerksam machten, geriet die Band erneut in die Schlagzeilen, als sie sich bei einer Gerichtsverhandlung von Manfred Krug solidarisch mit ihm erklärten und damit die gesamte Publicity rund um den Fall auf die Schippe nahmen. Sie kommentierten ihren nicht ganz ernst zu nehmenden Schritt mit den Worten: „Auch uns fehlt jegliches Verständnis für langsam fahrende Verkehrsbehinderer und wir fordern Maßnahmen gegen solche und ähnliche Tölpel. Menschen, die unfähig sind, ihr Kfz sportlich zu bedienen und einen schnellen Verkehrsfluss zu ermöglichen, gehören nicht auf unsere Straßen. Den Schleichern muss das Fahrwerk zerlegt werden! Wir fordern: Straffreiheit für Liebling Krug!“ Selbige Stellungnahme wurde auch in einem offenen Brief kundgetan, in dem die Band unter anderem noch Dinge wie „Prämien für Selbstjustiz im Straßenverkehr“ und die „Zehn-Promille Grenze“ forderte (Photographie des offenen Briefs).

1992 erschien dann die Single „Roy Black ist tot“, welche das Kinderlied „Der Hahn ist tot“ verhöhnt und von der Bild-Zeitung als die schlechteste Single des Jahres tituliert wurde.

WIZO coverten 1993 den Popsong „All that she wants“ von Ace of Base und landeten mit dem selbstproduzierten Video zum Song überraschenderweise sogar bei MTV. Da WIZO es versäumt hatten, bei den Rechteinhaber des Songs eine Erlaubnis für die Vermarktung einzuholen, wurde die Band vor Gericht zitiert. Nach einer außergerichtlichen Einigung traten WIZO die Rechte an der Single/Maxi ab. So kommt es auch, dass es verschiedenfarbige Cover gibt. Nur das gelb-schwarze ist das Original von WIZO!

Nach dem Album „Bleib tapfer“ (1992) folgte anno 1994 der Meilenstein und Klassiker des Schwabentrios „UUAARRGH!“ WIZO spielten bei den Chaostagen in Hannover einen legendären Gig und gelangten erneut in die Schlagzeilen der Presse sowie auch in die Tagesschau. 1995, im Jahr des Albums „Herrenhandtasche“, folgten die nächsten Aufsehen um die Band herum: „Kein Gerede" vom Werk „Für'n Arsch“ wurde von der Staatsanwaltschaft wegen Anstiftung zum Terrorismus verboten, und da „Für'n Arsch“ nun nicht mehr erhältlich war, gibt es einen Re-Release von „Bleib tapfer/Für'n Arsch“ mit „Kein Gerede“ als Karaoke-Version. Der nächste Skandal blieb nicht fern, und so reichte ein bayerischer Generalvikar Sammelklage gegen die Abbildung eines am Kreuz hängenden Schweins im Booklet der „UUAARRGH!“ ein. Für die Kirche war dies die Darstellung des Sohnes Gottes als ein Schwein, obwohl dies wirklich nichts miteinander zu tun hatte. WIZO machte sich daraus einen Spass und willigte ein den Verkauf vom Schweine-Merchandising (T-Shirt) einzustellen, wenn die Kirche bereit sei die Statue "Die Juden-Sau" (Juden saugen an den Zitzen einer Sau) ebenfalls der Öffentlichkeit unzugänglich zu machen
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